Sichtbetonoptik

Moin Leute,
heute geht es um Sichtbeton. Bei der Sichtbettonoptik handelt es sich um eine moderne und kreative Technik. Was ihr für die Erstellung der Sichtbetonoptik braucht und wie ihr den Betoneffekt am besten auf die Wand bringt, werde ich euch heute erklären. Doch bevor wir anfangen, kurz der Hinweis: für alle handwerksbegeisterten stelle ich jeden Sonntag pünktlich um 10 Uhr ein Youtube-Video und einen Blogbeitrag zur Verfügung.
Doch vorab kurz zu mir: mein Name ist Andy. Ich bin selbstständiger Maler (Meister) in Husum Nordfriesland, sowie Umgebung. Neben meiner Arbeit betreibe ich nebenher auch noch einen YouTube Channel. Da zeige ich euch u.a. Einblicke in den Tag eines Malermeisters und nehme euch auch auf meine Baustellen mit. Ich verlinke euch meinen Channel gerne unter diesem Beitrag. Und nun viel Spaß beim Lesen! 

Sichtbeton was ist das überhaupt?

Wenn die Rede von Sichtbeton ist, dann meint man damit Beton, welcher nicht verkleidet wird. Sprich er dient nicht als Baustoff im Hintergrund, sondern “sichtbar” als optisches Gestaltungsmittel im Vordergrund. 
Wenn von Sichtbeton die Rede ist, handelt es sich oftmals gar nicht mehr um echten Beton. Wände können heutzutage mit speziellem Putz in Betonoptik gestaltet werden, ohne dass massive Betonelemente oder Betonplatten als Wandverkleidung eingesetzt werden müssen. Diese Methode eignet sich vor allem dann, wenn eine Wohnung nachträglich den Beton-Look erhalten soll.

Sichtbetonoptik – die Vorbereitungen:

Ecken und Ränder der zu bearbeitenden Fläche müssen natürlich wie fast immer sorgfältig abgeklebt werden.  Böden & Möbel können mit Folie abgedeckt werden. Der Untergrund sollte glatt, trocken, fest und tragfähig sein. Frisch verputzte Wände können vorher noch für eine bessere Haftung mit einer Grundierung gestrichen werden. Bei alten Dispersionsfarben Untergründen sollte man vorher die Rollstruktur glatt schleifen.

Sichtbetonoptik wie geht das?

Mit einem mineralischen Wandputz kann man die Sichtbetonoptik sehr gut gestalten. Hierfür gibt es mittlerweile spezielle Effektputze. Die Masse besteht aus mineralischen Rohstoffen wie etwa Kalk, Lehm, Ton, Zement oder Alabastergips. Je nach Inhaltsstoffen ergibt sich die spätere Struktur und Optik der fertigen Wand (Die Masse kann man im Baumarkt oder Fachgeschäft kaufen). Bevor man diese aufträgt, wird aber zunächst noch eine Grundfarbe für die Sichtbetonoptik benötigt. Da es auch hier verschiedene Geschmäcker gibt und man variieren kann zwischen klassischem Grau oder auch anderen Tönen (Informiert euch da am Besten im Fachgeschäft).
Die Farbe wird ganz normal gestrichen, ich verlinke euch dazu gerne einen meiner Beiträge hier. Danach wird die Effektmasse mit der entsprechenden Menge Wasser angerührt.  Dafür gebt ihr das Wasser in einen separaten Eimer. Verwendet am Besten ein Rührwerk.
Wichtig: Ihr gebt die Trockenmasse zu dem Wasser hinzu und nicht umgekehrt, da sich sonst Klümpchen bilden können.  Die Verarbeitung der Spachtelmasse erfolgt dann wie beim Verputzen auch (Ich verlinke euch hier mal einen Beitrag zum Thema Verspachteln).
Zunächst wird die Masse mit einer Traufel komplett auf die Wand aufgetragen. Anschließend wird dann die Spachtelmasse geglättet. Für den nächsten Schritt wird eine spezielle Folie benötigt (Kann man auch im Fachgeschäft kaufen). Diese wird in ca. 80 cm breite Streifen geschnitten und auf den noch feuchten Spachtel gelegt. Dann das Ganze mit der Kelle andrücken.
Tipp: habt keine Angst vor Lufteinschlüssen. Diese sind was diese kreative Technik angeht, kein Fehler. Ganz im Gegenteil, sie verstärken sogar den späteren Effekt.  Achtet darauf, dass die Folienbahnen leicht überlappen. Nach circa. 45–60 Minuten kann die Folie dann von oben nach unten abgezogen werden. Der Spachtel sollte sich noch leicht feucht anfühlen, jedoch nicht mehr am Finger kleben bleiben. (Fangt beim Abziehen der Folie mit dem Streifen an, den ihr auch zuerst angebracht habt.) Als letztes muss der Effektspachtel dann nur noch einmal behutsam mit der Kelle von oben nach unten und von unten nach oben geglättet werden. Übt dabei ruhig etwas mehr Druck aus, das verstärkt den Effekt dann noch etwas.
Tipp: Wenn ihr eure Wand irgendwann wieder in den Originalzustand versetzen möchtet, dann verklebt bevor ihr loslegt am besten eine spaltbare Vliestapete. Diese lässt sich später nämlich inklusive Trendstruktur schnell und einfach wieder ablösen.
Ihr seht also es ist etwas Arbeit wenn man so eine besondere Optik möchte, das Resultat kann sich aber definitiv sehen lassen. Ich finde es ist ein toller Hingucker und wer gerne etwas Industrial Style in seiner Wohnung hätte, kann damit einen guten Anfang machen.
Lasst mich gerne wissen wenn ihr Themen habt die euch interessieren, oder wenn ich mal über was bestimmtes schreiben soll. Unter dem Blogbeitrag verlinke ich euch mein neustes Youtube-Video
Bei Fragen erreicht ihr mich unter: info@malermeister-andy.de
Bis dahin, 

euer Malermeister Andy

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3 Comments

  • Sven
    Posted 27. August 2021 at 20:32 0Likes

    Geiler Blog! Genau danach habe ich gesucht, weil ich schon ewig nach diesem Effekt suche.
    Sowas ist besonders. Man sieht es einfach nicht überall.
    Ich kann dir gar nicht sagen wie dankbar ich dir bin für diesen Beitrag.
    Sonnige Grüße,
    Sven

    • Malermeister Andy
      Posted 29. August 2021 at 10:27 0Likes

      Moin Sven,
      das freut mich zu hören! Probiere dich aus. Ich hoffe der Blog und mein Youtube-Video helfen dir weiter.
      Viel Spass dabei,
      Malermeister Andy

  • Trackback: Marmoroptik durch Spachteltechnik - arbeiten wie der Profi

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